faq

Sie haben Fragen, wir haben die Antworten

Wie bei allen neuen Technologien stellen sich am Anfang immer eine Menge Fragen.
Wir versuchen diese im Folgenden FAQ Bereich bestmöglich zu beantworten.

1. Allgemein

1.1 WAS BIETET MIR WILLPOWER ENERGY® ALS HAUSBESITZER?

Mit willpower energy® können sich vor allem private Hausbesitzer vollständig unabhängig von konventionellem Brennstoff wie Erdgas oder Heizöl machen. Sie können erstmalig ihren eigenen Brennstoff direkt vor Ort aus CO2 herzustellen, um genug Energie für die Warmwasser- und Heizungsversorgung zu haben.
Außerdem kann willpower energy® als saisonaler Speicher genutzt werden. Wenn Sie zum Beispiel im Sommer mit der hauseigenen Solaranlage mehr Energie erzeugen als Sie verbrauchen, speichert willpower energy® diese Energie (in Form von Methanol) für Sie bis in den Winter hinein. So kann sie dann genutzt werden, wenn sie am dringendsten benötigt wird.

1.2 WARUM WURDE WILLPOWER ENERGY® ENTWICKELT?

Wir setzen uns für neue Technologien ein, die konkrete Lösungen für die großen Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung bieten. Menschen können sehr gut für sich selbst sorgen, statt von zentralen Energiekonzernen abhängig zu sein. Besonders im strategisch so wichtigen Energiebereich sind die aktive Teilhabe der Menschen sowie die demokratische Versorgungsstruktur essentiell. 
Und: Statt immer mehr Regulierungen, Verbote und finanzielle Forderungen wollen wir mit willpower energy® einen Gegenpol schaffen, der neben einer klimafreundlichen, unabhängigen Energieversorgung jedem von uns auch wirtschaftliche Vorteile gibt.

1.3 KANN EIN SO KOMPLEXES VORHABEN WIE WILLPOWER ENERGY® ÜBERHAUPT FUNKTIONIEREN?

Ja, denn wir haben das Labor bereits verlassen. Sämtliche Technologien, die wir für willpower energy® kombiniert haben, sind wissenschaftlich validiert. Der nächste Meilenstein ist nun die Nutzbarmachung. Wir wollen, dass willpower energy® dauerhaft funktioniert und für jedermann wirtschaftlich attraktiv ist. Zugleich passen wir unser System der Bedienerfreundlichkeit und dem Design modernster Hausgeräte sowie den Anforderungen eines intelligenten Hauses an. Natürlich ist das nicht einfach mal eben so zu erreichen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Momentan sind wir dabei, unsere erste Pilotanlage, die im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas in Essen am Baldeneysee von Juli bis Oktober 2017 öffentlich arbeitete und auch besichtigt werden konnte, weiter zu entwickeln. Wir sind also gerade in der Planung der nächsten Pilotanlagen. Mit der Marktreife rechnen wir erst in 1,5 bis 2 Jahren.

1.4 WERDEN SIE FÜR DEN MARKTZUGANG EIN EIGENES VERTRIEBSNETZ AUFBAUEN UND SELBST PRODUZIEREN?

Nein, wir bündeln unsere Kräfte komplett für das Ziel, das System in die pilothafte marktfähige Anwendung zu bringen. Für die künftige Vermarktung kooperieren wir in den Bereichen Vertrieb und Produktion mit etablierten Unternehmen. Voraussetzung für eine Zusammenarbeit ist dabei, dass diese unsere Werte und Vorstellungen teilen.

1.5 WIE RENTIERT SICH WILLPOWER ENERGY® LANGFRISTIG?

Zum einen wollen wir vom Umsatz partizipieren, den unsere strategischen Partner mit willpower energy® erwirtschaften – beispielsweise durch Lizenzgebühren. Zum anderen zielen wir auf Direktverkäufe an OEM-Hersteller ab. Vor allem in den Wechselreaktoren steckt unser zentrales Know-how, das wir selbstverständlich nicht gänzlich an Dritte weitergeben möchten.

1.6 WIE FINANZIEREN SICH WILLPOWER ENERGY® UND GENSORIC?

Zurzeit generieren wir Umsätze durch verschiedene Entwicklungsprojekte für die europäische Wissenschaft und Industrie. Einige dieser Arbeiten beruhen auf unserer patentgeschützten Plattformtechnologie im Bereich der elektrochemischen Synthese und sind daher teilweise ähnlich zu unserem Projekt willpower-energy. 
Ein großes Privileg ist für uns zudem der Gewinn des SME Instrument Phase 2 – eine besonders umkämpfte EU-Finanzierung für Pilotanlagen und Testreihen, bei der die innovativsten und vielversprechendsten Projekte aus ganz Europa gegeneinander antreten. Nur 5 % der Bewerber erhalten am Ende diese Finanzierung. Durch den Gewinn der EU-Finanzierung sind wir in der Lage, willpower energy® zum Großteil zu realisieren. Voraussetzung für den Erhalt der Finanzierung war jedoch eine Kofinanzierung von 30 % – ebenjener Teil, für den wir die Investments aus dem Crowdfunding einsetzen.

1.7 WIE IST DAS CROWDINVESTING GELAUFEN UND PLANEN SIE EIN NEUES?

Unser Crowdinvesting- Projekt ist abgeschlossen und war ein voller Erfolg! Durch die geniale mediale Aufmerksamkeit der letzten Monate haben sich viele glückliche Investoren für unser willpower energy® Projekt entschieden und zwischen 150,- und 10.000,- Euro investiert.

Für interessante Gespräche zu möglichen Kooperationen und Investitionsmöglichkeiten stehen wir natürlich immer zur Verfügung.

1.8 WIE UMWELTFREUNDLICH IST WILLPOWER-ENERGY®?

Unsere Anlage speichert die überschüssige Energie in Form von Methanol, einer Flüssigkeit. Diese muss nicht (wie gasförmige Elemente, z.B. Wasserstoff) mit Druck im Speicher gehalten werden und vergasen auch nicht.

Gegenüber einer Speicherung in Batterien ergibt sich schon aus dem Weglassen der Batterie als Speichermedium ein deutlich besserer ökologischer Fußabdruck: Die Kosten und der Materialverbrauch von seltenen Erden/Rohstoffen bei der Batterieherstellung fallen nicht an. Wir können einfach einen "alten Öltank" oder ein sonstiges Gefäß für die Speicherung von Flüssigkeiten nutzen. Das macht uns Mega-Grün!

1.9 MACHT WILLPOWER ENERGY® UNABHÄNGIG VON ANDEREN QUELLEN UND WIE WIRTSCHAFTLICH IST DIES WIRKLICH?

Unser Gerät ist hauptsächlich als Langzeitspeicher für selbst erzeugte erneuerbare Energie gedacht, zum Beispiel aus der eigenen Solaranlage oder dem eigenen Mini-Windkraftwerk.

Den Strom aus der Steckdose zu nehmen, diesen dann in Methanol umzuwandeln und damit dann eine wärmeerzeugende Anlage zu betreiben, ist weniger wirtschaftlich sinnvoll.

 

Jedoch gibt es verschiedene Szenarien, in denen wir die Kosten für die elektr. Energie vernachlässigen können: in Dänemark / Niederlande gibt es keine fixe Einspeisevergütung und somit auch keine Opportunitätskosten für den Eigenverbrauch.

Für Deutschland gibt es andere Szenarien, die wir gerade mit Stadtwerken / Wohnungsbaugenossenschaften durchsprechen, die im Besitz von größeren PV / Windkraftanlagen sind. Statt den „Überschuss“-Strom zu verkaufen, da die Netzkapazitäten nicht ausreichen, können die EVU (Energieversorgungsunternehmen) ihn selbst speichern und damit z.B. eine „willpower energy® Cloud“ durch eine Anzahl nach und nach zuschaltbarer kleinerer willpower energy® Anlagen aufbauen.

Mit unserer Anlage könnten Sie dafür sogar noch einen alternativen Umsatz erzielen.

1.10 WAS IST DER UNTERSCHIED ZU DEN BEREITS BEKANNTEN GROSSEN POWER2GAS ANLAGEN? NUR DAS KLEINERE FORMAT?

Dem Prinzip nach handelt es sich bei willpower energy® um eine power-to-liquid Anlage. Wir erzeugen damit nicht Methan oder Wasserstoff, sondern einen flüssigen chemischen Energiespeicher, nämlich Methanol.

Großskalige Anwendungen zur Methanolerzeugung werden durch Unternehmen wie beispielsweise Sunfire in Dresden angeboten. In der Regel benötigt man dazu hochvoluminöse CO2 Ströme (Abgase aus Industrie) und entsprechend starke Energieversorgung zu wirtschaftlich tragbaren Konditionen.
Wir gehen in die entgegengesetzte Richtung: wir wollen dezentral im kleinen Maßstab (~kg Ziel) CO2 in Methanol umwandeln. Und dazu wollen wir möglichst atmosphärisches CO2 nutzen. Möglich macht dies die sog. Elektro-Biokatalyse. Unter milden Bedingungen (Raumtemperatur / geringer Druck) mit relativ einfacher Prozesstechnik kann dies auch im nicht-industriellen Umfeld stattfinden.

2. Enzyme / Biochemie

2.1 SIND ENZYME NICHT EIN HOCHKOMPLEXES BIOLOGISCHES SYSTEM?

Richtig, diese Moleküle sind unglaublich komplex. Deshalb macht es uns auch sehr stolz, dass wir diese biotechnischen Helfer mit unserer Technologie gezielt steuern und ihren Nutzen gerade im Bereich CO2-Umwandlung erfolgreich unter Beweis stellen können.
Unterstützt wurden wir dabei von den Experten des Fraunhofer IGB. Sie arbeiteten an den Enzymen, mit denen wir unsere Pilottestreihen unter Realbedingungen durchführen konnten. Diesen Erfahrungsschatz konnten wir nun für die willpower energy® Pilotanlage nutzen.

2.2 WERDEN ENZYME BEI HÖHEREN TEMPERATUREN ZERSTÖRT?

Sagen wir es mal so: Viele Enzyme bevorzugen bestimmte Temperaturen, bei denen sie ihr Leistungsmaximum erreichen- sie sind thermophil. Wir haben diese Effekte untersucht und festgestellt, dass ein gezieltes Beheizen der Reaktionsflächen eine deutliche Leistungssteigerung bewirkt – wobei die Enzyme weder zerstört oder beschädigt werden, noch dass ein genetisches Re-Engineering erforderlich ist.
Diese Resultate beruhen auf einem patentgeschützten Verfahren sowie auf den Forschungsarbeiten unseres Mitgründers Dr. Flechsig, der sich mehr als 20 Jahre mit der Wechselwirkung von Wärme, elektrischer Energie und Biomolekülen beschäftigt hat. Allein aus diesen Arbeiten resultieren mehr als 50 wissenschaftliche Artikel und 14 Patentanmeldungen.

2.3 WIE WEIT IST DIE ENZYMENTWICKLUNG FORTGESCHRITTEN?

Die Reaktion, die unserer Technologie zugrunde liegt, wurde bereits in den 1990er Jahren beschrieben. Das bedeutet: Wir sind längst raus aus den Startblöcken und wissen, wie wir die Leistungsfähigkeit von Enzymen gezielt steigern können.

Unser Vorteil ist, dass wir die Erfahrungen renommierter Wissenschaftler nutzen können, wie die unseres Gründungsgesellschafters Dr. Flechsig.
Hinzu kommen die Erfahrungen unserer Partner am Fraunhofer Institut, die ebenfalls langjährig daran arbeiteten, Enzyme als Biokatalysatoren für die Umwandlung von CO2 zu nutzen.

2.4 WIE TEUER IST DIE HERSTELLUNG DER ENZYME?

Im Gegensatz zu Edelmetallkatalysatoren sind die Kosten für die Herstellung von Enzymen besonders in großen Mengen deutlich geringer. Das liegt daran, dass sie von der Produktionstechnologie und -menge abhängen  statt von der begrenzten natürlichen Verfügbarkeit oder dem Zugang zu entsprechenden Ressourcen. 
Enzyme können praktisch unbegrenzt und auch vor Ort in Deutschland produziert werden. Beispielsweise werden für die Herstellung von Nahrungsmitteln pro Jahr etliche Tonnen Enzyme hergestellt. Deren Anteil am Preis für den Endverbraucher ist sehr marginal und liegt im einstelligen Cent-Bereich. Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist indes sehr teuer, diese Arbeiten finanzieren wir gerade.

2.5 WIE KOMMT DER STROM IN DIE ENZYME?

Das ist keine leichte Aufgabe. Es funktioniert durch die Befestigung der Enzyme bzw. Moleküle auf der Elektrodenoberfläche. Sie sorgt dafür, dass die Moleküle mechanisch „festgeklebt“ sind und nicht verrutschen. Allerdings darf die Befestigung die biochemische Reaktionsfreudigkeit nicht beeinträchtigen und elektrische Ströme durchleiten. Das Verfahren, das wir dafür nutzen, ist durch unsere Kernpatente geschützt und basiert auf vielen Jahren Forschung.

3. CO2

3.1 WOHER KOMMT DAS CO2 FÜR DEN PROZESS, WENN DIE LUFT NUR 0,04 % ENTHÄLT?

Direkt und ohne Anreicherung funktioniert unser Ansatz nicht. Dafür arbeiten wir mit unserem Partner Skytree (www.skytree.eu) zusammen. Das niederländische Unternehmen ist eine Ausgründung aus der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und befasst sich mit der Entwicklung von Anlagen, mit denen CO2 einfach und energieeffizient direkt aus der Umgebungsluft extrahiert werden kann. Ursprünglich wurde diese Technologie für die Raumstation ISS entwickelt, um das CO2, das sich durch die Atmung der Insassen ansammelt, aufzufangen und unschädlich zu machen. Nun ist diese Weltraumtechnologie ein Fundament für die Alltagstauglichkeit von willpower-energy.

4. Elektrische Energie / Wirkungsgrad / Preise

4.1 WIRD WILLPOWER ENERGY® SUBVENTIONIERT?

Nein, aber die Entwicklung wurde durch die mehrere Projekte der Europäischen Union gefördert.

 

4.2 WIE VIEL STROM STECKT IN 1 LITER METHANOL?

Je nach Gerät schwanken die Werte. Eine marktübliche Direktmethanolbrennstoffzelle produziert beispielsweise aus 1 Liter Methanol 1,1 kWh Strom. Dieselbe Menge Methanol kann aber auch in einem Brennwertkessel verbrannt werden, wodurch sie 4,345 kWh Wärme freisetzt. Es besteht also ein deutlicher Unterschied zwischen der elektrischen oder thermischen Nutzung von Methanol.

4.3 WELCHEN WIRKUNGSGRAD ERZIELT WILLPOWER ENERGY®?

Es wird unterschieden zwischen thermischem und elektrischem Wirkungsgrad unserer Anlage.
Der Kernprozess ist die die elektrochemische Umwandlung von CO2 in Methanol. Durch das Zuschalten weiterer Komponenten wie zum Beispiel die CO2-Anreicherung oder -Abtrennung steigt der Energiebedarf. In der bisherigen Auslegung der Anlage wollen wir nachweisen, dass 35 – 38% machbar sind. Für die Berechnung haben wir die Eingangsgröße der elektrischen Energie ins Verhältnis zur thermischen Energie gesetzt, die bei der Verbrennung des Methanols entsteht. Dies entspricht auch unserer favorisierten Anwendung.

4.4 WELCHE SPEICHERKAPAZITÄT BESITZT DAS SYSTEM?

Willpower energy® ermöglicht das saisonale Speichern von Energie verlustfrei über mehrere Monate. So deckt 1 m³ Methanol den Wärmeenergiebedarf eines durchschnittlichen Haushalts für mindestens drei Monate ab.

4.5 KANN WILLPOWER ENERGY® AUCH OHNE ODER MIT EINER KLEINEN PHOTOVOLTAIKANLAGE VERWENDET WERDEN?

Unser System ist darauf ausgelegt, „überschüssige“ selbst erzeugte grüne Energie zu speichern.

Woher diese Energie kommt, also aus PV, Windenergie, Wasserkraft etc. ist für die Anlage egal. Das kommt auf die Gegebenheiten des Kunden an.

Es ist auch eine Idee, elektrische Energie von Energieversorgungsunternehmen (EVU) aus dem Versorgungsnetz beziehen. Statt den „Überschuss“-Strom zu verkaufen, da die Netzkapazitäten nicht ausreichen, können die EVU (Energieversorgungsunternehmen) ihn selbst speichern und damit z.B. eine „willpower energy® Cloud“ durch eine Anzahl nach und nach zuschaltbarer kleinerer willpower energy® Anlagen aufbauen.

Mit unserer Anlage könnten Sie dafür sogar noch einen alternativen Umsatz erzielen.

Dadurch ergeben sich auch wirtschaftlich attraktive Möglichkeiten unabhängig von der jeweiligen elektrischen Energiequelle.

4.6 WIE WIRD DER ZUGANG ZU DEN STROMMÄRKTEN GEWÄHRLEISTET?

Der Schlüssel dazu ist der intelligente und automatisierte Bezug von elektrischer Energie – entweder zu den günstigsten Preisen oder durch die vergütete Abnahme überschüssiger Energie aus dem Versorgungsnetz. Die letztere Variante gewährleisten Komponenten aus dem Bereich smart metering.

4.7 WIE HOCH WIRD DER PREIS FÜR EINE ANLAGE SEIN?

Da unsere Anlagen erst in ca. 2 Jahren marktreif sein werden, können wir derzeit zu den Kosten noch keine genauen Aussagen treffen.

Wir werden uns jedoch im preislichen Rahmen der Wettbewerber mit Lösungen aus regenerativen Energien bewegen.

5. Anwendung

5.1 KANN METHANOL FÜR DIE VERBRENNUNG EINE EBENSOLCHE REINHEIT ERREICHEN WIE ERDGAS?

Das muss das Methanol gar nicht, denn man kann es nicht mit Erdgas gleichsetzen. Das Methanol ist flüssig, und es kommt prozessbedingt eher darauf an, wie hoch seine Konzentration in der wässrigen Lösung ist. Durch das Zuschalten sogenannter Abtrennverfahren wird das Methanol vom Wasser separiert. Am einfachsten ist hierfür eine Art Destillation, am energieeffizientesten ist das Membranabtrennverfahren. Je nach Verwendungsart kann der benötigte Methanolgehalt variieren. Verbrennt man es direkt, werden etwa 40 bis 50 % benötigt. Nutzt man hingegen eine Methanolbrennstoffzelle, kann sogar ein geringerer Methanolgehalt ausreichen.

5.2 WIE KANN GEWÄHRLEISTET WERDEN, DASS DAS GERÄT DAUERHAFT LÄUFT?

Der dauerhafte Betrieb von willpower energy® war unsere Herausforderung und Zielstellung während der Pilotphase. Wir konnten zeigen, dass so ein komplexes System weitestgehend interventions- und wartungsfrei arbeitete. Dabei spielt neben der Stabilität der Katalysatoren vor allem die Flexibilität des gesamtes Prozesses eine Rolle.

5.3 KANN ICH WILLPOWER ENERGY® AUCH IN HÄUSERN MIT BESTEHENDER ÖLHEIZUNG EINBAUEN LASSEN?

Zur Nutzung von willpower energy@ in bestehenden Häusern mit Ölheizung: Da Sie -grob gesagt- ihr bisheriges Öl durch selbst erzeugtes Methanol ersetzen würden und dieses dann mit einer etwas modifizierten Heizungsanlage wieder "verfeuern" würden, geht dies auch in bestehenden Häusern und deren Heizungsanlagen.

Auch da muss man jedoch im Einzelfall die Kosten betrachten.

Ohne günstige erneuerbare Energiequelle ist das ökonomisch wahrscheinlich erst einmal nicht so attraktiv.

5.4 WIE WERDEN VERTRIEB, SERVICE UND WARTUNG ABLAUFEN?

Für diese Bereiche bereiten wir eine strategische Partnerschaft mit Unternehmen vor, die den Zugang zu den Anwendern besitzen und zugleich über die erforderlichen Kapazitäten verfügen, um Installation sowie Wartung und Service zu gewährleisten.
So können wir uns auf unsere eigentliche Stärke, das einwandfreie Funktionieren von willpower energy®, konzentrieren.

6. Risikobetrachtung

6.1 WIE HOCH IST DAS RISIKO DES SCHEITERNS?

Dieses nicht in Betracht zu ziehen, wäre unseriös. Gerade bei einem so umfangreichen Projekt wie willpower energy® ist es wichtig, die Dinge stets von beiden Seiten zu betrachten. 
Dabei haben wir unsere gesamte Planung und Arbeit von Anfang an auf Risikominimierung ausgerichtet. Dazu gehört vor allem ein umfangreiches technisches Risikomanagement. 
Für jede einzelne Komponente haben wir uns gefragt: Was passiert, wenn Komponente X nicht die gewünscht Leistung bringt oder es nicht die erforderliche Energieeffizienz aufweist? Schätzten wir das Risiko als zu groß ein, begannen wir noch vor Arbeitsbeginn, nach einer anderen Lösung zu suchen.
Allein dafür haben wir vor unserem Projektbeginn den Umgang mit mehr als 200 einzelnen Risiken auf Produkt- und Unternehmensebene festgehalten. Eine entscheidende Hilfe bot und bietet uns dabei unser Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001.
Für uns ebenso wichtig: das Feedback von außen – von potentiellen Anwendern oder Experten aus Industrie und Wissenschaft. Dieser Austausch ist ein wesentlicher Baustein in unserem Pilotprojekt. Nur dadurch können wir willpower energy® regelmäßig auf Realisierbarkeit, Konsistenz und Plausibilität überprüfen und unseren Ansatz schließlich umsetzen. Diese so wichtigen externen Erfahrungen minimieren die Risiken und machen sie kalkulierbar.

6.2 KANN EIN KLEINES UNTERNEHMEN MIT WENIG INDUSTRIEERFAHRUNG EIN PROJEKT WIE WILLPOWER ENERGY® WIRKLICH STEMMEN?

Um willpower energy® auf den Markt zu bringen, beschäftigen wir uns intensiv mit der Auswahl strategischer Partner, die genau zu uns passen. Unternehmen aus der Industrie, wie zum Beispiel Energieversorger, die unsere Werte und Visionen teilen. Durch die Zusammenarbeit profitieren wir zusätzlich von deren Expertise sowie den technischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten, die dazu beitragen, dass wir unser Vorhaben in die Praxis umsetzen können.

7. Konkurrenz / Wettbewerber / Zeitplan

7.1 IST WILLPOWER ENERGY® EINZIGARTIG ODER GIBT ES ÄHNLICHE PROJEKTE?

Als Methanolerzeuger und Langzeitspeicher für selbst erzeugte erneuerbare Energie für Eigenheimbesitzer ist willpower energy® einzigartig.

Gerade im industriellen Maßstab sind ein paar Unternehmen im Bereich Power-to-liquid oder Direct Air Capture / CO2-Utilisation aktiv. Sie verwenden aber allesamt relativ große CO2-Volumina für den Input und beachtliche Mengen an Kohlenwasserstoffverbindungen für den Output. Diese Prozesse laufen einerseits sehr effizient ab, erfordern jedoch auch eine sehr komplexe Anlagen- und Verfahrenstechnik: Die Reaktionen erfordern hohe Temperaturen zwischen 500 und 700° C sowie Drücke bis zu 200 bar. 
Natürlich stellt sich derlei Technik niemand in den eigenen Keller. Zudem markieren diese Ansätze nur einen Schritt der Wertschöpfungskette: entweder das Fangen von CO2 oder deren Umwandlung. Zudem fehlt in den meisten Fällen ein Geschäftsmodell zur wirtschaftlich sinnvollen Nutzung des entstehenden Produkts.

7.2 BESITZT GENSORIC PATENTE?

Ja. Die einzelnen Komponenten von willpower energy® sind durch internationale Patente geschützt. Derzeit bereiten wir weitere vor. Außerdem verfügen wir über geheimes Know-how – zum Beispiel Parameterwissen – deren Nichtveröffentlichung allein schon einen Wert darstellt und das Kopieren durch andere Wettbewerber verhindert.

7.3 WIE GROSS IST DIE WAHRSCHEINLICHKEIT, DASS EIN ANDERES UNTERNEHMEN WILLPOWER ENERGY® KOPIERT UND EIN ÄHNLICHES PRODUKT AUF DEN MARKT BRINGT

Auch Patente können keinen hundertprozentigen Kopierschutz bieten. Gleichwohl würden wir in diesem Fall souverän damit umgehen – und die Zusammenarbeit suchen. Wer weiß, vielleicht liegt darin sogar mehr Potenzial. Andererseits können wir uns durch weiche Faktoren wie zum Beispiel eine besondere Nutzererfahrung, intuitive Bedienung und exzellentes Design unterscheiden. 
Letztlich minimiert jedoch vor allem unser geheimes Know-how die Wahrscheinlichkeit, dass jemand unsere Technologie kopiert.

7.4 WANN GEHT WILLPOWER ENERGY® IN DEN VERKAUF?

Unsere Testphase, mit zwei bis drei Pilotanlagen in unterschiedlichen Settings, wollen wir in den nächsten ein bis zwei Jahren abschließen. Nach Erfüllung aller technischen Voraussetzungen werden wir das System mit weiteren Partnern ausrollen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch sämtliche Zulieferer sowie alle Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Bord. In welchen Regionen und Ländern wir starten, richtet sich nach unseren jeweiligen Kooperationen.

7.5 KANN ICH EINE PILOTANLAGE FÜR MEIN EIGENHEIM ERWERBEN?

Wir sind tatsächlich gerade in der Planung der nächsten Pilotanlagen. Es ist auch möglich, Ihnen eine Pilotanlage zur Verfügung zu stellen, aber nur im bezahlten Rahmen, d.h. wir können Ihnen die Anlage nicht kostenfrei überlassen. Wir würden die Pilotanlage in Einzelfertigung nach Ihren Vorgaben bauen und anpassen.

Leider ist dies für uns nicht anders machbar, denn wir sind immer noch ein Technologie Startup und grade auf dem Weg zur Marktreife.

Wenn Sie eine Möglichkeit sehen/haben, diese Kosten zu tragen, so sind wir sehr gern zu weiteren Gesprächen bereit.

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